Alfred Frese - Willkommen auf meiner Homepage 


                         - Meine Meinung zum geplanten Hochwasserschutz -

 2. zur alternativen Lösung mit der östlichen Umgehung:    Stand: 07.04.2016

 
Der Verbandsvorsteher hat am 04.03.16 einige Bürger zu einer Geländebegehung eingeladen.

 Alternativ zum bereits beschlossenen Polderbau wurde von der beauftragten Ingenieurgemeinschaft
 auch die Schaffung eines neuen Bachbettes, welches die Au dann östliche an der Ortsbebauung
 vorbeilenkt, vorgeschlagen. Das dafür beanspruchte Gelände wurde vorgestellt und Probleme an-
 gesprochen.

 Derzeit fließt die Geltinger Au ab dem Durchlass an der Nordstraße in einer Verrohrung unterhalb des
 Norderholm, bis sie wieder kurz hinter der Schmiedestraße im offenen Bachbett weitergeführt wird.

 Dieser Zustand ändert sich auch durch den geplanten Bau des Polders nicht.

 Die Variante mit der östlichen Umgehung benötigt diese Verrohrung nicht mehr. Die Au fließt ge-
 wunden im offenen Bachbett, ist naturfreundlich und könnte im Rahmen der Wasserbodenrichtlinien
 finanziell zu 90 % gefördert werden, falls die Bedingungen dafür geschaffen werden.

 Wollen Sie mehr über die finanzielle Förderung und die naturfreundliche Lösung der östlichen Um-
 gehung erfahren, dann schauen Sie sich die Darstellung der Interessengemeinschaft Land & Wasser
 (IG LaWa, Gelting) an.

 Da die Variante mit der östlichen Umgehung beim ersten Kostenvergleich deutlich teurer war als
 der Vorschlag mit dem Bau des Polders, kam diese Lösung nicht zum Zuge.
 Kostenvorschätzung vom 21.10.13: Polder = 663.813,37 € östliche Umgehung = 1.125.919,69 €.

 Bezüglich der Finanzierung dieser Kosten gibt es für beide Vorschläge einen Landeszuschuss von
 70 % jedoch maximal 500 T€ und aus der Gemeindekasse bis zu 300 T€.
 Aus dieser Sicht klafft da eine Lücke zur Finanzierung der östlichen Umgehung. Es bleibt die Frage:
 Wurden die Möglichkeiten zum Erhalt von Fördermitteln auch wirklich ausreichend untersucht?
 Welche Auflagen müssen erfüllt werden, um die 90 %ige Förderung zu erhalten. Die dann noch ver-
 bleibende Differenz kann von der Gemeinde aus den 300 T€ locker bezahlt werden.

 Fest steht, für eine verrohrte Bachführung gibt es diese 90 %ige Förderung nicht.

 Sind beim Bau des Polders einige Anreiner des Süderholms in Sorge (siehe Polder), so trifft dies beim
 Bau der östlichen Umgehung ebenso auf einige Anreiner des Norderholms zu.

 Dies, obwohl in der Vorstellung dieser alternativen Lösung klar bestätigt wird, dass durch die Ein-
 leitungsmöglichkeit in die Bromoy keine Rückstaugefahr für den bebauten Bereich Geltings besteht.

 Zur Erklärung:

 Die östliche Umgehung vereinigt sich mit der Stenderuper Au und diese Wassermengen werden
 im Normalfall durch den Suez-Kanal in die angrenzende Ostsee befördert.
 Beim Bau des Polders ist dies nicht grundlegend anders. Die Geltinger Au kommt bei der jetzigen
 Führung nur etwas weiter westlich hinzu.

 Diese Mündung wird beim Bau der östlichen Umgehung aber nicht geschlossen werden können, weil
 das im Ort anfallende Niederschlagswasser noch immer durch das vorhandene Bachbett geführt wird.

 Bei zu hohem Wasseraufkommen steht für beide Lösungen als Rückhaltebecken die Bromoy mit
 einem Fassungsvermögen von 300.000 cbm zur Verfügung. Das Wasser muss dort weitgehend
 wieder her ausgepumpt werden. Das kostet Geld. Es können aber auch Ertüchtigungen zu Ein-
 sparungen führen.

 Der geplante Polder hat nur ein Fassungsvermögen von 200.000 cbm, muss aber auch nur die Menge
 der Geltinger Au aufnehmen. Das Wasser fließt ohne Abpumpen dort wieder heraus und der Stauraum
 der Bromoy kann mit benutzt werden.

 Da die Stenderuper Au etwa ein Drittel der Wassermasse der Geltinger Au führt, sind rein volumen-
 mäßig beide Rückhaltebecken ungefähr gleichzusetzen.

 Aber wenn der Polder überläuft, dann trifft es den bebauten Ortsbereich, wegen des zu geringen Quer-
 schnitts der Verrohrung, ähnlich wie im September 11.
 Droht die Bromoy überzulaufen, dann kann direkt in die Ostsee abgepumt werden. Es liegt nur ein
 Deich dazwischen. Ich glaube, diese Sorgen sind zeitgerecht zu beseitigen. Es kostet aber Geld.

 Doch es gibt noch eine weitere Hürde.
 
 Die vorhin erwähnte ursprüngliche Mündung der Geltinger Au in den Suez-Kanal.

 Da sie nach wie vor benötigt wird, muss eine Rücklaufvorrichtung in das vorhandene Bett der
 
Geltinger Au gebaut werden. Anderenfalls würde das Wasser nicht nur den gewollten Weg in die
 Bromoy nehmen, sondern auch durch das offene Bachbett und die unter dem Norderholm ver-
 laufende Verrohrung bis hin zum natürlichen Rückhalteraum südlich der Nordstraße fließen.
 Auf Grund des geringen Höhenunterschieds ist das bei hohem Wasserstand des Suez-Kanals
 möglich.

 Andererseits kann diese Gegebenheit auch als weitere Auffangmöglichkeit bei Hochwasser genutzt
 werden. Natürlich nur bis zu dem Maße, wie auch das Ortswasser noch händelbar ist.

 Das Rücklaufbauwerk sollte daher entsprechend dimensioniert werden.

 Ich bin einmal gespannt, ob jemand dieses zusätzlich zur Verfügung stehende Stauvolumen be-
 rechnen wird. Die beauftragte Ingenieurgemeinschaft hat diese Betrachtung nicht gemacht oder
 aber nicht veröffentlicht.
 Da diese Lösung nur bei der östlichen Umgehung zur Verfügung steht, sollten die Befürworter hier
 meines Erachtens etwas unternehmen.
 Das Volumen ist nicht unerheblich und kann gut und gern größer als 40.000 cbm sein.

 Auch wenn noch keine Daten vorliegen, die Bebauung westlich der Birkhalle könnte, je nach
 Entwässerungsplan, ebenfalls eine Rolle spielen.

 
 Über diese Homepage werde ich weiter berichten, wenn mir Neues bekannt wird.


                           - Schauen Sie einfach mal wieder rein -
 

 

Startseite   Umzug   Gelting   Hochwasser   Segelschiff