Alfred Frese - Willkommen auf meiner Homepage 

                                   
                                :- Meine Meinung zum geplanten Hochwasserschutz -

 1. zum geplanten Polder                  Stand: 08.06.2016 (Grundwasseranstieg wurde eingefügt)
                                                                                              Stand: 23.08.2019   (Durchflusskapazitäten wurden eingefügt)


 Damit ein zukünftiges Unwetter in Ortsteilen von Gelting nicht mehr zu so einer Überschwemmungs-
 situation führt, soll ein Auffangbecken (Polder) südöstlich des Ortes als Binnenhochwasserschutz ge-
 baut werden (Gefälle voll in den Ort).

 Alternative Lösungen wurden bisher aus finanziellen Gründen abgelehnt.

 Die beste Gelegenheit, sich jetzt aus der Umklammerung der vorhandenen und zu eng bemessenen
 Rohrquerschnitten zu befreien, wird mit dem Bau des Polders, so wie er geplant ist, zunichte gemacht.

 Der Polder entwässert mit einem regelbaren Auslass in das dahinter liegende Bett der Geltinger Au, die
 darüber hinaus auch noch das Wasser aus der Ortsentwässerung aufnehmen muss und wenn es
 knüppeldicke kommt, sogar noch das Wasser aus dem Polderüberlauf.

 Alles zusammen marschiert nun zum ersten Nadelöhr, dem Durchlass an der Nordstraße und will in die
 Verrohrung unter dem Norderholm.
 Zum dort bestehenden Querschnittsproblem weiter unten mehr.

 Jetzt erst einmal zum preislichen Hintergrund, denn der gab den Ausschlag für die Entscheidung.

 Der Entscheidung zu Gunsten des Polders lag die Kostenvorschätzung vom 21.10.2013 zu Grunde.
 Vorschätzung Polder: 663.813,37 € und Vorschätzung östliche Umgehung: 1.125.919,69 €

 Der geplante Polder nutzt die Verrohrung unter dem Norderholm und hat diese vorhandene Wasser-
 führung Richtung Ostsee zunächst als kostenmäßige Einsparung auf seiner Seite.

 Die Variante mit der östlichen Umgehung benötigt diese Verrohrung nicht, denn es wird ein eigenes
 Bachbett gebaut. Diese Wasserführung lenkt die Au östlich um die Ortsbebauung von Gelting herum.
 Das so neu hergestellte Bachbett verursacht natürlich Kosten, aber es ergeben sich auch deutliche
 Einsparungen im Sanierungsfall der Vorrohrung unter dem Norderholm.

 Da sowohl Polder als auch die Verrohrung eine Einheit in der Wasserabführung Richtung Ostee bilden,
 ist es nur schlüssig, wenn jetzt auch die Kosten der zu erwartenden Sanierung dieser Verrohrung bei
 der Preisbetrachtung herangezogen werden.
 Altersbedingt wird die Sanierung über kurz oder lang anfallen.

 Aber diese unweigerlich anfallenden Kosten wurden beim Preisvergleich nicht mit einbezogen.

                                                       -- Augenwischerei oder nicht --


 Die Alternative mit der östlichen Umgehung hat deutliche Einsparungen bei der zu erwartenden
 Sanierung dieser Verrohrung und die vorhandene Verrohrung wird nur noch für die Ortsentwässerung
 benötigt und dafür reicht ein deutlich geringerer Rohrquerschnitt aus.

    - Einsparungen bei den zu erwartenden Sanierungskosten liegen klar auf der Hand;
    - Da die Au nicht mehr in der Verrohrung geführt wird, ist die Wasserführung während der
      Sanierungsarbeiten deutlich entspannter und somit auch in diesem Punkt kostengünstiger und
    - die verkehrsmäßigen Belastungen sind zeitlich und auch vom Umfang her geringer.

 Diese Vorteile wurden bei der Bewertung nicht herangezogen.

 Schauen wir jetzt auf die Kostenentwicklung, dann kostet der Polder statt der ursprünglichen
 663.813,37 € mittlerweile über eine Million €. (Siehe mein Fleyer Seite 1). Die östliche Umgehung
 nach wie vor 1.125.919,69 €.
 
 Spätestens jetzt, jedenfalls bin ich dieser Meinung, muss von den Verantwortlichen eine öffentliche
 Erklärung und nicht nur eine Darstellung der Preissituation erfolgen.

 
Nun wieder zu dem eingangs erwähnten Querschnittsproblem bei dem Durchlass an der
 Nordstraße und der anschließenden Verrohrung unter dem Norderholm.

 Zur Verdeutlichung:

 - Dem Durchlass an der Nordstraße schließt sich die Verrohrung unter dem Norderholm an und die
   hat nur einen Rohrquerschnitt von 1.100 mm mit einer Abflusskapazität von 1,55 cbm je Sekunde.


                                    - mehr geht da einfach nicht durch -

 und wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Wasserfluss durch eine Verstopfung weiter eingeengt
 wird? Können wir eine teilweise Verstopfung ausschließen?

 Nachstehendes Niederschlagswasser kommt am 1. Durchlass an:

   - Wasser aus dem Polder:
     Rohrquerschnitt 1.200 mm  - somit grösser als der Querschnitt des 1. Durchlasses -
     Bei einer Staulage von 1,83 m kann der Wasserabfluss aus dem Polder auf 1,4 cbm je Sekunde
     gedrosselt werden. Ist diese Staulage aber noch nicht erreicht, können grössere Wassermassen
     abgelassen werden.
   - Wasser aus der Ortsentwässerung - 0,514 cbm je Sekunde

 Meines Erachtens wird schon jetzt deutlich, dass alles sehr knapp wird oder die Aufnahmekapazität
 des 1. Durchlasses bei Unwetter bereits überschritten ist (1,4 cbm plus 0,514 cbm = 1,914 cbm. Der
 Abfluss nimmt aber nur 1,55 cbm auf).
 Sollte die Aufnahmekapazität bei diesem Zustand bereits überschritten sein, dann kommt es zu einem
 grösseren Rückstau als geplant und das,

                                -- obwohl der Polder noch nicht gefüllt ist. --

 Läuft der Polder über, dann kommt dieses Wasser auch noch hinzu und was dann passiert, kennen wir
 aus den Ereignissen vom September 2011.


                 --  Ist der Polder wirklich für die nahe Zukunft geeignet?  --

 Die Auffangkapazität des Polders soll angeblich 10 % über der angefallenen Wassermenge vom
 04.09.2011 liegen.

    - Was sind bei diesen Klimaentwicklungen denn 10 %.

    - Wer sagt denn, dass der Polder leer ist, wenn sich das Unwetter über Gelting ausschüttet?

    - Was ist, wenn das nächste Unwetter schlimmer ausfällt als das vom Sept. 11?

    - Bis zu 5 Tage soll das Leerlaufen des gefüllten Polders dauern.
    - Wie sind die gerechnet? Darf die Ostsee dabei Hochwasser haben oder nicht?

    - Während der Leerlaufzeit reicht schon ein deutlich geringeres Unwetter aus, um die Polder-
      kapazität zu überschreiten.  

    - Wem ist schon bekannt, dass bei gefülltem Polder Teile der Stenderuper Straße unter Wasser
      stehen? Ist die dann für den Straßenverkehr gesperrt und wie lange?

    - Andere haben Angst, dass der gefüllte Polder nicht standhält und es zum Dammbruch
      kommt.

    - Die mit der Planung beauftragte Ingenieurgemeinschaft hat als alternative Lösung einen weiteren
      Auslass aus dem Polder eingeplant. Dabei handelt es sich um eine Entlastungsleitung mit einem
      Durchmesser von 800 mm.
      Diese Leitung soll östlich um die Bebauung von Gelting herumgeführt werden und würde die
      beiden vorhandenen Engpässe (Nordstraße und Straße nach Wackerballig) deutlich entlasten
      und das Risiko des Polderüberlaufs erheblich reduzieren.

    - Diese alternative Lösung wurde aus Kostengründen abgelehnt.
          - Es bleiben aber die Fragen: 1. Warum wurde denn eine zusätzliche Leitung geplant?
                                                         2. Sind die Bedenken zum geplanten Polder doch berechtigt?
                                                         3. Steigt das Grundwasser durch den Polderdruck an?

 Gibt es Antworten auf diese Fragen?

 Es wird höchste Zeit, dass die Verantwortlichen zu den Fragen und bestehenden Ängsten
 öffentlich Stellung nehmen, damit man sich damit auseinandersetzen kann.
 

 Und der Durchlass an der Nordstraße ist nicht das einzige Nadelöhr.

 Wassermassen die den ersten Engpass geschafft haben, fließen nun zum 2. Engpass, dem
 Durchlass an der Straße nach Wackerballig.
 Der Rohrdurchmesser beträgt nach Angaben des 1. Vorsitzenden des Wasser- und Bodenverbandes
 1.200 mm und ist somit grösser.

 Aber nicht nur diese Wassermassen kommen da an, sondern auch noch weitere Wasserzuflüsse:

 Mindestens:

   - Das Wasser aus  dem Bürgerpark und
   - das Wasser aus der in diesem Bereich eingeleiteten Ortsentwässerung.

 
 Wie auch immer, das Problem dieses Durchlasses ist nicht nur das ankommende Wasser
 sondern auch der Wasserstand im Suez-Kanal. Der wiederum ist von mehreren Faktoren
 abhängig:

 1. Dem Wasserstand der Ostsee;
 2. Der Wassereinleitung der Stenderuper Au und der Geltinger Au;
 3. Der Abflussmöglichkeit in die Bromoy und
 4. den neu hinzukommenden Auswirkungen durch das Neubaugebiet westlich der Birkhalle.

 Führen beide Auen mehr Wasser in den Suez-Kanal als zur Ostsee und dem Auffangbecken
 (Bromoy, Fassungsvermögen 300.000 cbm) abgegeben werden können, kommt es auch
  an diesem Durchlass zu Überschwemmungen in Bereichen des Norderholms.


 Zusammenhängend, preislich und auch technisch betrachtet, frage ich mich, warum
 geht man für den Hochwasserschutz in Gelting so einen risikoreichen Weg?


 
Was sagt man dem Kreis, wenn die 500.000 € Zuschuss in den Sand gesetzt wurden, weil der
 Bau des Polders im gesamten Zusammenhang die erhoffte Wirkung nicht gebracht hat.
 Besonders schlimm, wenn sich herausstellt, dass bei der abgelehnten alternativen Lösung
 die Auswirkungen gerade nicht eingetreten wären.

 Wie entschuldigen sich die Verantwortlichen bei den Bürgern, wenn sich herausstellt, dass
 die Kosten der Rohrsanierung die preisliche Ablehnung der alternativen Lösung nicht im
 Ansatz rechtfertigen.

 Was sagen die Verantwortlichen den sogenannten Vorteilsnehmern, wenn erneut alles unter
 Wasser steht, obwohl sie die geforderte Sonderzahlung geleistet haben.

 Ungereimtheiten in der bisherigen Kostendarstellung sind ebenfalls nicht geeignet, für Ent-
 spannung zu diesen Themen zu sorgen.

 Der Bürgermeister läßt am 11.01.2016 veröffentlichen, der Polder kostet 737.000 €.
 Nur einen Tag später, am 12.01.2016 teilt der 1. Vorsitzende des Wasser-und Boden-
 verbandes mit, dass es mindestens 1 Million € werden und fügt hinzu:
 Das Ende der Fahnenstange ist noch nicht erreicht.

  - Siehe hierzu meinen Leserbrief vom 12.1.2016 - veröffentlicht am 15.01.2016- auf der gesonderten
    Seite dieses Abschnittes unter: mein Leserbrief.

                        Was wird denn da für ein Show veranstaltet?

 Es wird Zeit, zu erfahren, was da wirklich gespielt wird.

 Ich hoffe, Sie denken ähnlich und suchen Antworten auf die Fragen.
 

 

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