Alfred Frese - Willkommen auf meiner Homepage 

                              Polderüberlauf:  - Überblick -                                         Stand: 21.02.2020

Auf dieser Seite soll nur ein Überblick zu den Themen:
    
       1. Problematik bezüglich des Aufeinandertreffens vom Polderauslass und des Ortswassers,
       2. Gegenüberstellung zwischen Poldervolumen und Naturpoldervolumen,
       3. Volumen des am 04.09.2011 angefallenen Niederschlags,
       4. Polderfüllung,

dargestellt werden.

Wer darüberhinaus interessiert ist, kann Einzelheiten in den Untertiteln: - geplanter Polder -,  - neues Bachbett -, - Planfeststellungsverfahren - und - Berechnung (Unterseite zu dieser Seite) - nachlesen.

Zu 1. Problematik bezüglich des Aufeinandertreffens vom Polderauslass und des Ortswassers:
          Bei dem jetzt geplanten Polder wird ein Wasserstand von 1,81 Meter am Durchlass an der B199 riskiert.
          - Erst bei diesem Wasserstand setzt die Auslassdrosselung des Polders auf 1,4 cbm/s ein.
          - Mit dieser Drosselung ist aber die Reduzierung des Wasserstandes von 1,81 Meter am Durchlass an der B199 noch nicht sichergestellt,
            denn das ist erst möglich, wenn auch das Ortswasser zu diesem Zeitpunkt dort nicht mehr mit 0,514 cbm/s sondern mit weniger als
            0,15 cbm/s ankommt.
                  Anmerkung: Das Auslassrohr vom Polder hat einen Durchmesser von 1.200 mm und die Verrohrung unter dem Norderholm nur
                                          nur 1.100 mm.  Die Drosselung auf  1,4 cbm/s erfolgt aber erst bei einem Wasserstand von 1,81 Meter.
                                                    - Mehr unter dem Untertitel: - Planfeststellungsverfahren - und - Berechnung -

Zu 2. Gegenüberstellung zwischen Poldervolumen und Naturpoldervolumen:
          Interessant ist auch der Vergleich zwischen dem geplanten Poldervolumen in Höhe von 207.000 cbm und dem Fassungsvermögen des
          vorhandenen Naturpolders:
               
                 - Die zu berücksichtigende Fläche für den Naturpolder beträgt 17 ha. ohne Überflutungsflächen
                        - Bei der Planung des Polders wird ein Wasserstand von 1,81 Meter am Durchlass unter der B199 riskiert.
                              - Bei dieser Stauhöhe erreicht der vorhandene Naturpolder ein Stauvolumen von ca. 150.000 cbm
                        - Bei dem Hochwasserereignis vom September 2011 betrug die Stauhöhe dort sogar 2,81 Meter.
                              - Bei dieser Stauhöhe erreicht der vorhandene Naturpolder ein Stauvolumen von ca. 240.000 cbm
                                       - Mehr unter der Unterseite: - Berechnung -

Zu 3. Niederschlagsvolumen vom 04.09.2011
          Das Einzugsgebiet der Geltinger Au, welches für die Polderbemessung heranzuziehen ist, beträgt 9,9 qkm.
              - Das Regenaufkommnen betrug in der Zeit von ca. 18 Uhr bis ca. 21 Uhr im Quellbereich 120 l/qm, im nordöstlichen
                Bereich 81,6 l/qm und am Durchlass an der B 199 immerhin noch 75,1 l/qm.
                    - Das ergibt im Mittel: 92,2 l/qm
                           - gerechnet werden soll aber nur mit:  75,0 l/qm .
                           - Ich führe in nachstehender Tabelle daher beide Werte zum Vergleich heran:                    

Fläche

Niederschlag

  Volumen
 insgesamt

 im Polder innerhalb von
24 h gespeichert

 verbleiben
 noch

 Polderauslass
 in 24 h *1
 (1,4 cbm/s)

 Ortswasser in
 24 h  *1
 (0,155 cbm/s)

 verbleiben
 nach 24 h *1
 noch

9,9 qkm

  92,2 l/qm

 912.780 cbm

 -207.000 cbm

 705.780 cbm

  -120.960 cbm

   -12.960 cbm

 571.860 cbm

9,9 qkm

  75,0 l/qm

 742.500 cbm

 -207.000 cbm

 535.500 cbm

  -120.960 cbm

   -12.960 cbm

 401.580 cbm

*1:  Die vorstehende Exceltabelle behandelt die Ableitung der Wassermasse für 24 Stunden zum Engpass an der B 199.
       Dies deshalb, weil der Polder bei einem Zufluss von ca. 3,8 cbm/s nach 24 Stunden überlaufen wird.

Fazit:  Folgt man nur der Vorgabe mit 75 l/qm Niederschlag, dann verbleiben nach 24 h immer noch über 401.580 cbm ,
              (fast das Doppelte des Poldervolumens) die den Weg zum Durchlass an der B 199 aber auch noch schaffen müssen.
              Im Polder ist kein Platz mehr, der ist bei dieser Berechnung randvoll.
                 - Anfangs wurde sogar behauptet, der Polder kann 10 % mehr als den Niederschlag vom 04.09.2011.
                   Schon seit längerem ist es bezüglich dieser Behauptung sehr ruhig geworden. Warum wohl?
         
    - Unabhängig davon bleibt die Frage: Wo ist dieses Wasser mit einem Volumen von ca. 400.000 cbm bzw. ca. 570.000 cbm?
                        - Kann es sein, dass es von natürlichen Regenrückhaltebecken ganz oder teilweise aufgenommen wurde?
                              - Eine Angabe über das Volumen solcher Rückhaltebecken gibt es nicht.
                                    
- Ohne die Herausgabe dieser Daten kann ich meine Bedenken bezüglich der Tauglichkeit des
                                        Polders zu diesem Punkt nicht zurücknehmen.

                                     - Es liegt aber auch klar auf der Hand:
Würden die Rückhaltebecken das Volumen händeln können, dann
                                       hätte es die Ereignisse vom 04.09. bis 08.09.2011 so nicht gegeben..

                              - Mehr unter dem Unter
titel: - Berechnung - und - geplanter Polder -

Zu 4. Polderfüllung:
         - Wasserzuführung: ca. 3,8 cbm/s abzüglich Polderauslass 1,4 cbm/s ergibt ein Speichervolumen von 2,4 cbm/s.
           Hochgerechnet läuft der Polder dann nach 24 Stunden über, wenn der Zulauf danach nicht unter 1,4 cbm/s sinkt.

           - Läuft der Polder über, dann kann dieses Überlaufvolumen vorerst nicht vom Durchlass an der B 199 aufgenommen
                   werden. Dies gilt auch für das Ortswasser (siehe Ziffer 1 oben)
                        - Die Aufnahmekapazität des Durchlasses an der B 199 ist wegen des vorgegebenen Rohrquerschnitts mit 1,55 cbm/s erschöpft.
                              - Mehr unter dem Untertitel: - Berechnung -

 Anmerkung:  Meine Bedenken (als Fragen geäussert), dass der Polder die zugesicherte Eigenschaft eben nicht besitzt, habe ich den Verantwortlichen schriftlich
                         am 14.03.2016 mitgeteilt.
                         Der derzeitige Bürgermeister wurde von mir im Beisein des Vorsitzenden des Lenkungsausschusses über meine Bedenken
                         am 01.10.2019 informiert.